Rider-ID Gesperrt - Was kann ich tun?

Manche Rider:innen stehen plötzlich vor der Situation, dass ihre Konto-ID – über die sie sich einloggen und Lieferaufträge annehmen – gesperrt wurde. Hier findest du wichtige Informationen und Handlungsmöglichkeiten, wenn dir das passiert.


Meine Rider-ID wurde plötzlich gesperrt - Was tun?  

  • 1. Ich bin fest angestellte:r Fahrer:in und meine Rider-ID wurde plötzlich gesperrt.

    Bist du bei einem Lieferdienst-Unternehmen abhängig beschäftigt? Dann gelten für dich die Schutzmechanismen für Arbeitnehmer:innen! Das heißt:


    Lohnfortzahlung

    • Wenn du arbeiten willst und dein Arbeitgeber lässt dich nicht (z. B. wegen Kontosperrung), dann muss er dir trotzdem Lohn zahlen.
    • Geregelt ist dies im Annahmeverzug: Demnach haben Arbeitnehmer:innen Anspruch auf Lohn, wenn sie arbeiten wollen, vom Arbeitgeber aber daran gehindert werden (geregelt in § 615 BGB).

    DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)

    • Du kannst verlangen, dass die Plattform dir mitteilt, warum dein Konto gesperrt wurde und welche Daten zu dieser Entscheidung geführt haben (Bewertungen, gemeldete Verstöße, automatisierte Scoring-Werte etc.).
    • Du hast ein Recht auf Berichtigung, wenn falsche Daten oder fehlerhafte Bewertungen zu deiner Sperrung geführt haben. 
    • Du kannst verlangen, dass nicht nur automatisierte Entscheidungen zugrunde gelegt werden, sondern dass ein Mensch die Sperrung überprüft und die Gründe transparent macht (wenn die automatisierte Entscheidung rechtliche Auswirkungen auf dich hat oder dich erheblich beeinträchtigt, du also z. B. kein Einkommen mehr hast).

    Kündigungsschutz

    • Eine Sperrung, die dazu führt, dass man keine Arbeit mehr erhalten kann, kann als Kündigung bewertet werden. 
    • Hier greift für dich als abhängig Beschäftigte:r das Kündigungsschutzgesetz.

    Beratung

  • 2. Ich bin selbstständig und meine Rider-ID wurde plötzlich gesperrt.

    Bist du selbstständig und deine Rider-ID wurde plötzlich gesperrt? 


    Begründung und Widerspruch

    • Die Lieferdienst-Plattform muss erklären, warum dein Account eingeschränkt oder gesperrt wurde. 
    • Geregelt ist diese Begründungspflicht in der P2B-Verordnung (zuständig für die Durschsetzung ist die Bundesnetzagentur). 
    • Dabei dürfen Sperrungen nicht willkürlich erfolgen, sondern brauchen eine Rechtsgrundlage in den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen). 
    • Du kannst Widerspruch einlegen.

    DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)

    • Du kannst verlangen, dass die Plattform dir mitteilt, warum dein Konto gesperrt wurde und welche Daten zu dieser Entscheidung geführt haben (Bewertungen, gemeldete Verstöße, automatisierte Scoring-Werte etc.).
    • Du hast ein Recht auf Berichtigung, wenn falsche Daten oder fehlerhafte Bewertungen zu deiner Sperrung geführt haben. 
    • Du kannst verlangen, dass nicht nur automatisierte Entscheidungen zugrunde gelegt werden, sondern dass ein Mensch die Sperrung überprüft und die Gründe transparent macht (wenn die automatisierte Entscheidung rechtliche Auswirkungen auf dich hat oder erheblich beeinträchtigt, du z. B. kein Einkommen mehr hast).